Schellen
Die norelem Schlauchschellen verfügen über einem sehr großen Spannbereich zur Befestigung glatter Schläuche. Sie sind gekennzeichnet durch hohe Bandzugkräfte bei geringer Breite und niedrigem Gewicht. Abgerundete und gratfreie Bandkanten helfen, Beschädigungen am Schlauch zu vermeiden. Mehr erfahren!
Übersicht
Die Vorteile von genormten Schellen
Welche Funktion hat eine Schelle?
Welche Arten von Schellen bietet norelem?
Welche Schelle passt zu welcher Anwendung?
Schellen bei norelem
Ob Kühlmittelleitung an der Werkzeugmaschine oder Rohrleitung im Anlagenbau: Schläuche und Rohre brauchen einen sicheren Halt. Genau dafür sind Schellen gemacht. Sie gehören zur Befestigungstechnik und zur Verbindungstechnik und sind in fast jeder Maschine zu finden.
norelem bietet Ihnen im Flexiblen Normteilesystem ein übersichtliches Sortiment an genormten Schellen. Dazu gehören Schlauchschellen nach DIN 3017-1 sowie Rohrschellen nach DIN 1596 und DIN 1597. Die Schellen decken Spannbereiche von 8 mm bis 250 mm ab. So finden Sie für dünne Schläuche ebenso eine passende Größe wie für große Rohre.
Die Schlauchschellen erhalten Sie aus verzinktem Stahl und aus Edelstahl. Damit wählen Sie den Werkstoff passend zu Ihrer Umgebung im Innenbereich oder im Außenbereich. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Bauformen es gibt und wie Sie die richtige Schelle für Ihre Anwendung finden.
Was ist eine Schelle?
Eine Schelle ist ein Befestigungselement, das ein rundes Bauteil umschließt und festhält. Meist handelt es sich dabei um einen Schlauch oder ein Rohr. Schellen erfüllen zwei Grundfunktionen: Sie befestigen ein Bauteil an einer bestimmten Stelle. Außerdem dichten sie eine Verbindung ab, damit weder Flüssigkeit noch Luft austreten kann.
Je nach Aufgabe unterscheidet man zwei Arten. Eine Schlauchschelle presst einen Schlauch fest auf einen Anschlussstutzen. Ihr Metallband hat eine Zahnung, in die eine Schraube mit Schneckengewinde greift. Beim Anziehen wird das Band enger und drückt den Schlauch gleichmäßig auf den Stutzen. Die Schlauchschelle dient also vor allem dem Abdichten.
Eine Rohrschelle hält dagegen ein Rohr in Position. Sie verbindet das Rohr mit einer Wand oder einem Maschinengestell. Hier steht das Befestigen im Vordergrund. Rohrschellen gibt es in vielen Bauformen auch mit Gummieinlage oder Dämmeinlage. Diese Einlage mindert Vibrationen und sorgt für eine gute Dämmung.
Die Vorteile von genormten Schellen
Genormte Schellen bieten im Maschinenbau und in der Installation klare Vorteile. Die Norm legt wichtige Maße fest. Dazu gehören zum Beispiel die Bandbreite und der Spannbereich. So wissen Sie schon bei der Planung genau, welche Schelle in Ihre Konstruktion passt.
Ein weiterer Vorteil ist die Austauschbarkeit. Eine Schelle nach DIN lässt sich jederzeit durch ein gleiches Teil ersetzen. Das spart Zeit bei der Wartung und macht die Beschaffung von Ersatzteilen einfach. Auch die Qualität bleibt gleich, denn die Norm beschreibt Anforderungen an Werkstoff und Ausführung.
Für Konstrukteure ist ein genormtes Teil außerdem leicht zu dokumentieren. Die Bezeichnung nach DIN reicht oft aus, damit jeder weiß, welches Bauteil gemeint ist. Bei norelem erhalten Sie zu den Artikeln zudem technische Daten und CAD-Daten für Ihre Planung.
Welche Funktion hat eine Schelle?
Die Funktion einer Schelle beruht auf Spannkraft. Bei einer Schlauchschelle mit Schraube drehen Sie die Schraube beim Anbringen fest. Das Gewinde greift in die Zahnung des Metallbands und zieht das Band zusammen. So entsteht ein gleichmäßiger Anpressdruck rund um den Schlauch. Dieser Druck hält den Schlauch sicher auf dem Stutzen und dichtet die Verbindung ab.
Bei einer Rohrschelle umschließt der Bügel das Rohr. Über eine oder zwei Laschen wird die Schelle verschraubt. So hält sie das Rohr fest in seiner Lage.
Die Einsatzbereiche sind sehr breit. Im Maschinenbau sichern Schlauchschellen zum Beispiel Leitungen für Kühlmittel und Druckluft. In der Haustechnik halten Rohrschellen Heizungsrohre und Kupferrohre im Sanitärbereich. Auch ein Leerrohr für Kabel lässt sich mit einer Rohrschelle sauber verlegen. Im Anlagenbau fixieren Schellen Leitungen an Rahmen und Gestellen, damit sie bei Vibrationen nicht verrutschen.
Welche Arten von Schellen bietet norelem?
Im Sortiment von norelem finden Sie Schlauchschellen und Rohrschellen in verschiedenen Größen und Ausführungen. Alle Schellen entsprechen gängigen DIN-Normen. Ergänzend finden Sie in dieser Kategorie auch Federklammern.
Schlauchschellen nach DIN 3017-1 aus Stahl
Die Schlauchschellen nach DIN 3017-1 haben einen sehr großen Spannbereich und eignen sich zur Befestigung glatter Schläuche. Trotz des schmalen und leichten Metallbands erreichen sie hohe Bandzugkräfte. Die Bandkanten sind abgerundet und gratfrei. So wird der Schlauch beim Anziehen nicht beschädigt. Die Ausführung aus verzinktem Stahl bietet einen guten Korrosionsschutz. Alle Maße und Spannbereiche finden Sie auf der Produktseite Schlauchschellen DIN 3017-1 aus Stahl.
Schlauchschellen nach DIN 3017-1 aus Edelstahl
Für feuchte Umgebungen und den Außenbereich sind Schellen aus Edelstahl die bessere Wahl. Sie bieten die gleichen technischen Vorteile wie die Ausführung aus Stahl. Dazu kommt eine hohe Beständigkeit gegen Rost. Mehr Informationen zu Werkstoff und Größen finden Sie auf der Produktseite Schlauchschellen DIN 3017-1 aus Edelstahl.
Rohrschellen nach DIN 1596
Die Rohrschellen nach DIN 1596 sind einlaschig und in leichter Ausführung gefertigt. Sie werden an einer Lasche verschraubt und sind schnell montiert. Damit eignen sie sich gut für die einfache Rohrbefestigung bei geringer Belastung. Details zu den verfügbaren Durchmessern finden Sie auf der Produktseite Rohrschellen DIN 1596 einlaschig.
Rohrschellen nach DIN 1597
Die Rohrschellen nach DIN 1597 sind zweilaschig und ebenfalls in leichter Ausführung gefertigt. Die Schelle wird an zwei Laschen verschraubt. Dadurch verteilt sich die Spannkraft gleichmäßig um das Rohr und die Schelle bietet einen besonders festen Halt. Welche Größen es gibt, erfahren Sie auf der Produktseite Rohrschellen DIN 1597 zweilaschig.
Welche Schelle passt zu welcher Anwendung?
Die wichtigsten Kriterien sind der Durchmesser und der Werkstoff. Dazu kommt die Frage, ob Sie einen Schlauch abdichten oder ein Rohr befestigen möchten. Für Schläuche wählen Sie eine Schlauchschelle. Für Rohre ist eine Rohrschelle die richtige Lösung.
Auswahl nach Durchmesser und Spannbereich
Messen Sie zuerst den Außendurchmesser. Bei einem Schlauch messen Sie ihn am besten, wenn der Schlauch bereits auf dem Stutzen sitzt. Wählen Sie dann eine Schelle, bei der dieser Wert gut in den Spannbereich passt. Ideal ist ein Wert im mittleren Bereich. Für einen Schlauch mit 60 mm Außendurchmesser eignet sich zum Beispiel eine Schelle mit einem Spannbereich von 50 bis 70 mm.
Bei Rohren ist die Nennweite nicht gleich dem Außendurchmesser. Ein Stahlrohr DN 40 hat zum Beispiel einen Außendurchmesser von 48,3 mm. Bei einem Kupferrohr ist der Außendurchmesser dagegen meist direkt in der Bezeichnung angegeben. Prüfen Sie deshalb immer das tatsächliche Maß, bevor Sie Schellen für Rohre bestellen.
Auswahl des Werkstoffs für Innenbereich und Außenbereich
Der Werkstoff entscheidet über die Lebensdauer der Schelle. Verzinkter Stahl ist eine wirtschaftliche Lösung für trockene Innenräume. Die Zinkschicht schützt das Material vor Korrosion, solange keine dauerhafte Feuchtigkeit auftritt.
Im Außenbereich und in feuchter Umgebung sind Schellen aus Edelstahl zu empfehlen. Edelstahl ist gegen Wasser und Witterung gut beständig.
Achten Sie außerdem auf die mechanische Belastung. Die Rohrschellen von norelem sind in leichter Ausführung gefertigt und für Rohrleitungen mit geringer Belastung ausgelegt. Wirken große Kräfte oder starke Vibrationen auf die Leitung, sollten Sie die Auslegung vorab genau prüfen.
Hinweise zur Montage
Eine Schelle hält nur dann sicher, wenn sie richtig montiert ist. Schieben Sie den Schlauch zuerst ganz auf den Stutzen. Setzen Sie die Schelle danach einige Millimeter vom Schlauchende entfernt auf. Achten Sie darauf, dass das Band gerade und ohne Verdrehung sitzt.
Ziehen Sie die Schraube gleichmäßig an und beachten Sie dabei das empfohlene Anzugsdrehmoment. Ein zu hohes Drehmoment kann den Schlauch oder das Gewinde beschädigen. Ein zu geringes Drehmoment führt dagegen schnell zu Undichtigkeiten.
Nach der ersten Inbetriebnahme lohnt sich eine Kontrolle. Durch Wärme und Druck kann sich der Schlauch setzen. Ziehen Sie die Schelle in diesem Fall leicht nach. Bei zweilaschigen Rohrschellen ziehen Sie die Schrauben an beiden Laschen im Wechsel an. So sitzt das Rohr mittig und wird nicht verspannt.
norelem berät Sie gerne, um für die jeweilige Anwendung das passende Produkt zu finden. Schreiben Sie bei Bedarf eine E-Mail an technik@norelem.de oder rufen Sie bei unserer technischen Kundenberatung unter 07145/206-60 an.